Schlafende Prinzessin

Verzauberung

Schlafend und unbeweglich liegst du da

Dein Geist so fern und dein Körper so nah

Verloren in einem Traum von Geborgenheit

Einsam und verlassen, zum Sterben bereit

Die Nacht ist frostig, die Sterne leuchten klar

Der eisige Wind weht durch dein langes Haar

Dein nackter Körper vor Kälte starr und bleich

Doch deine Lippen, sie lächeln selig und weich

Unberührbar und doch nicht tot

Gefangen in Trauer und tiefer Not

Voller Hoffnung und Sehnsucht erfüllt

Wartend, bis sich dein Schicksal enthüllt

Dämmerung

Das Schweigen wandelt sich in ein Raunen

Du lauschst dem Flüstern mit Erstaunen

Die Elfen tanzen um dein schlafendes Ich

Und tauchen es in ihr farbenfrohes Licht

Sie geben dir Hoffnung und schenken dir Mut

Baden dich liebkosend in deiner Tränenflut

Küssen dich bis dein kalter Körper neu erwacht

Bewahren deinen Tod in dieser kalten Nacht

Wartend bis die Sonne das Leben erweckt

Deine Seelenlandschaft mit Tau bedeckt

Geschützt in einem Lichterbogen liegst du da

Und der neue Tag – er scheint so nah

Morgenerwachen

Der erste Sonnenstrahl streift über das Land

Tag und Nacht reichen sich die Hand

Der Moment der Begegnung in Glitzern getaucht

Ein Kuss aus dem die ewige Sehnsucht haucht

Die Dunkelheit verabschiedet sich ins Licht

Das mit seinen Strahlen die Kälte bricht

Was erstarrt war löst sich langsam auf

Das Leben erwacht und nimmt seinen Lauf

Die Sonne streichelt deinen Körper warm

Selig träumend liegst du in ihrem Arm

Entdeckst dich in diesem Geborgensein

Und etwas Neues tritt an deinen Schrein